Reisereporterin Lisa. Teil 8

14. July 2023

Lisas Reisebericht 8

Das Frauenkloster der Hl. Ksenija von Petersburg in Baran - Teil 2 (Fortsetzung)

Im Jahr 2002 wurde beschlossen in Baran ein Kloster auf der Grundlage der Schwesternschaft zu gründen.

Das Klostergebäude befand sich zunächst im Dorf selbst, im Gebäude der ehemaligen Schule. Aber die Nonnen träumten davon, dass es näher im Wald neben der Kirche sei, wohin sie morgens, abends und nachts gingen, um zu beten. Und der Herr erhörte ihre Gebete: Einige Jahre später brach aufgrund der alten, moroden Elektroleitungen im Klostergebäude ein Feuer aus, das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder, und die Nonnen verließen das Dorf in Richtung Wald. Sie wussten: Der Herr verlässt uns nicht in der Not, in einer schwierigen Situation schickt er die richtigen Menschen zu Hilfe.

Jetzt steht das Kloster auf dem Hügel am Rande eines großen Waldes.

Weitere Kirchen aus Stein wurden zu Ehren der Heiligen Ksenija von Petersburg, Seraphim von Sarow (Krypta) und Georg des Siegreichen gebaut.

Der Bau der großen Kirche zu Ehren der Ikone der Gottesmutter "Economissa" ("Hausverwalterin") ist im Gange, in der es Seitenaltäre zu Ehren des Propheten Gottes Elias und des Hl. Spyridon von Trimythous geben wird.

An der Stelle des abgebrannten Klostergebäudes (hier befand sich früher der alte Kirchenfriedhof mit einer Kapelle des Propheten Elias) wird eine Kirche im Stil der nordrussischen Kirchenarchitektur errichtet - eine 28 Meter hohe Holzkirche zu Ehren des Festes Schutz und Fürbitte der Allheiligen Gottesgebärerin.

Mit Gottes Hilfe wurde auf dem Gelände des Klosters ein neues Wohngebäude für die Klosterbewohner mit einem großen Refektorium (Speisesaal) für die Nonnen sowie die Gäste des Klosters errichtet.

Der Zellenbau des Klosters

Der Zellenbau des Klosters

Zum Kloster gehört eine Schwesternschaft zu Ehren dreier Heiliger: Ksenija von Petersburg, Matrona von Moskau und Valentina von Minsk, in der mehr als 25 Barmherzige Schwestern ihren Gehorsamsdienst leisten. Es existiert eine Sonntagsschule, eine Bibliothek, Kerzen-, Näh- und Keramikwerkstätten. Jeden Sommer lädt das Kloster zu einem orthodoxen Lager ein.

Die Schwestern des Klosters kümmern sich um Waisenkinder sowie um Drogen- und Alkoholabhängige, die mit Gottes Hilfe gegen ihre seelischen und körperlichen Leiden kämpfen wollen.

Das Kloster

Das Kloster unterstützt auch die Dorfbewohner, besonders den Älteren und Gebrechlichen bietet man Hilfe im Haushalt, bei der Gartenarbeit oder um Feuerholz für den Winter vorzubereiten. Für die Jungen werden Arbeitsplätze geschaffen. Dank des Klosters erwacht das sterbende Dorf langsam zum Leben.

Im Kloster werden täglich die Göttliche Liturgie und alle anderen kirchlichen Gottesdienste zelebriert. Außerdem lesen die Schwestern den Psalter und den Schutzheiligen des Klosters werden feierlich Akafiste gesungen.

Derzeit leben etwa 20 Nonnen im Kloster.

Feierliche Prozession im Kloster

Feierliche Prozession im Kloster

Seit November 2015 verfügt das Kloster über einen Klosterhof im Dorf Jusefowo mit der Kirche zu Ehren der Zarenmärtyrer.

Große landwirtschaftliche Flächen werden durch die Arbeit der Schwestern des Klosters und Arbeiter, freiwillige Helfer, die zur Ehre Gottes zu Hilfe kommen, gepflegt. Ein Obstgarten mit 800 Bäumen sowie mehr als 1.050 Johannisbeersträucher wurde gepflanzt. Das Kloster betreibt eine eigene Imkerei. Kühe, Schafe, Hühner, Enten werden auf dem Hof ​​gezüchtet, Fische werden in den eigenen Teichen gezüchtet. Gemüse wächst in großen Gewächshäusern. Der auf den Klosterfeldern geerntete Weizen wird zum Backen der für die Göttliche Liturgie notwendigen Prosphoren und Brot verwendet. Das Brot wird nach alten Rezepten aus Sauerteig unter Zugabe des selbst produzierten Honigs gebacken.

Am Weg, der den Klosterhof mit dem Kloster selbst verbindet, gibt es eine Quelle zu Ehren der Schutzpatronin des Klosters, der heiligen Ksenija. Die Quelle ist mit einem überdachten Tauchbecken und bequemen Abstiegen zum Wasser ausgestattet. Neben der Quelle wird eine Holzkapelle zu Ehren des heiligen Propheten, Vorläufers und Täufers des Herrn Johannes errichtet.

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