Reisereporterin Lisa. Teil 17

22. November 2023

Lisas Reisebericht 17

Das Frauenkloster zu Ehren des Allbarmherzigen Erlösers in Kobrin (Eparchie von Brest)

Das Erlöser - Kloster in Kobrin ist eines der ältesten Klöster in Belarus. Die erste schriftliche Erwähnung des Klosters stammt aus dem Jahre 1465.

Blick auf das Klostergelände

Blick auf das Klostergelände

Vom ursprünglichen Klosterkomplex ist nur ein zweistöckiges Gebäude bis in unsere Tage erhalten geblieben. Es ist heute das Hauptgebäude des Klosters und stellt ein Baudenkmal im Barockstil des XVII Jahrhunderts dar.

Im Juni 2010 wurde das Klostergebäude mit dem angrenzenden Territorium an die Brester Diözese der Belarussischen Orthodoxen Kirche übergeben.

Das erhalten gebliebene Klostergebäude

Das erhalten gebliebene Klostergebäude

Auf der Sitzung der Synode der Belarussischen Orthodoxen Kirche am 20. November 2010 wurde beschlossen, das Kloster als Frauenkonvent zu Ehren des Allbarmherzigen Erlösers wiederzubeleben. Äbtissin Jewfrosinija (Kurakewitsch) wurde als Äbtissin ernannt.

Die Umbauarbeiten zur Einrichtung eines der Gebäude begannen. Das Kloster wurde mit einer Gasleitung versorgt, ein Kesselhaus wurde eingerichtet, externe und interne Heizungs-, Wasserversorgungs- und Abwasserleitungen wurden verlegt.

Klostergebäude mit der Hauskirche

Klostergebäude mit der Hauskirche

Die Umgestaltung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes zu Wohnzwecken ging mit einer internen Sanierung und Instandsetzung einher. Nach seiner Fertigstellung beherbergte es nun die Zellen der Schwestern, die Küche, das Refektorium, die Prosphorenbäckerei, die Bibliothek, den Handarbeitsraum und das Herzstück des Klosters - die Hauskirche zu Ehren der Ikone der Gottesmutter "Die Schnell Erhörende".

Das Innere der Hauskirche 2012

Das Innere der Hauskirche 2012

Am 6. Juni 2011 zogen die ersten Bewohnerinnen in das Kloster ein - drei Schwestern unter der Leitung der Äbtissin. Am 10. Juni desselben Jahres fand die erste Göttliche Liturgie nach vielen Jahren der Unterbrechung statt, die von Seiner Exzellenz Ioann, Bischof von Brest und Kobrin, geleitet wurde. Am darauffolgenden Tag, dem 11. Juni 2011, fanden die erste Klosterliturgie und ein Totengedächtnis statt. Seitdem wird der Gründer des Klosters und der früheren Klostervorsteher, soweit deren Namen erhalten blieben, bei jedem Gottesdienst zusammen mit den verstorbenen orthodoxen Brüdern des Klosters gedacht. Daher erscheint es sehr symbolisch, dass der erste Klostergottesdienst am Samstag vor Pfingsten stattfand.

Das Innere der Hauskirche 2012

Die heutige Schwesterngemeinschaft

Zurzeit leben 13 Nonnen im Kloster. Im Kloster werden regelmäßig Gottesdienste abgehalten und der Psalter gelesen. Es wurde ein kleiner Hof eingerichtet: ein Klostergarten, ein Gemüsegarten, ein Hühnerstall, eine Imkerei wird betrieben und ein Teich wurde angelegt. Es wird Brot gebacken und eine Handarbeitswerkstatt ist in Betrieb.

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Sr. Jutta Maria Marte

Danke für die Weihnachtsgrüße an unsere Gemeinschaft, Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul in Innsbruck, 6020 Innsbruck, Rennweg 40
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