Kaum stand, o Christus, fest Deines Kreuzes Baum, da wurde, Herr, der Schlund des Todes erschüttert: Den gierig der Hades verschlang, gab er zitternd zurück. Du zeigtest uns Dein Heil, o Heiliger. Dir sagen wir Preis.
Die Allreine Jungfrau, durch die sich Jesus Christus verleiblichte, um uns ewiges Leben zu schenken, war die Leiter, über die Gott auf die Erde hinabstieg, und wurde für uns zur Brücke, über die wir in den Himmel aufsteigen.
Die ersten Christen hielten sich an das Gebot des Herrn: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Sie waren nach dem Wort Gottes ein Herz und eine Seele, hielten nichts für ihr Eigentum und niemand unter ihnen war in Not.
Wer heiratet nun bei diesem göttlichen Festmahl? Der Geist Gottes und die Seele des Menschen vereinen sich für immer in Liebe und der Herr ruft alle Menschen zu dieser Vereinigung auf, zur Teilnahme an den Heiligen Mysterien.
Das jüdische Volk hat den Bund und das Gesetz Gottes mit Füßen getreten, sich mit Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit befleckt und sich mehr als einmal dem Götzendienst und dem Unglauben hingegeben.
Lasst uns den Tod nicht fürchten. Nur für Ungläubige ist er furchteinflößend, aber für uns Christen ist er eine helle Tür zum gesegneten, ewigen Leben. Wir sollten uns nur öfter daran erinnern und darüber nachdenken.
Hier werden die Wirkung und die Kraft des wahren Gebets deutlich sichtbar. Durch das Gebet manifestiert sich im Menschen der Herr selbst, Seine Herrlichkeit, das Licht Gottes, das wir erbitten, damit es uns Sündern leuchten möge.
Die Heiligen Väter, die diesen Weg bereits vor uns gegangen sind, sagten: „Gib Blut und empfange Geist.“ Daher ist das Christentum der Weg für die Auserwählten, für mutige, standhafte, sehr starke Menschen, für Asketen.
Er, der Barmherzige, ist immer bei uns, zu jeder Tages- und Nachtzeit ruft er uns auf, furchtlos zu ihm zu kommen. Er streckt uns, die wir traurig oder verzweifelt sind, immer die göttliche Hand seiner allmächtigen Hilfe entgegen.
So wie Jesus die Versuchung des Teufels abgewiesen hatte, der Ihm die Herrschaft über diese Welt anbot, ebenso hat Er jetzt den Wunsch des Volkes, Ihn zum König zu machen, nicht akzeptiert. Sein Reich ist nicht von dieser Welt.
Christentum ist Leben in Gott. Der Sinn der menschlichen Existenz besteht darin, seine „Menschlichkeit“ zu transzendieren und durch die Gemeinschaft mit dem überirdischen Gott, Mensch zu werden.
Nicht uns, o Herr, bring zu Ehren, nicht uns, sondern Deinen heiligen Namen. Möge das russische Land in Reue und im Glauben erneuert werden durch Seine Suche nach dem Reich Gottes und möge die Heilige Rus auferstehen!
Es ist schwierig, dem Herrn zu folgen, es erfordert eine asketische Anstrengung, die Bereitschaft, wenn nötig, familiäre Bindungen sowie alles, was uns lieb und teuer ist, zu opfern, um ein wahrer Jünger Christi zu sein.
Durch die Betonung der Wahrheit einer jeden einzelnen Person der Göttlichen Dreiheit als etwas Wesenhaftes und Unteilbares zeigt der Herr die Gleichheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Wenn Du also weißt, dass der Herr heilig ist, versuche selbst, heilig zu sein. Wenn der Herr barmherzig ist, dann sei auch Du barmherzig. Wenn der Herr sanft ist, dann sei auch du sanft und ahme so deinen Schöpfer in allem nach.
Sie haben gehört, wie der Herr, bewegt von einem Gefühl des Mitleids, sich eines von Geburt an Blinden erbarmte, und ihm durch seine Allmacht das Augenlicht schenkte. Seht, meine Lieben, wie liebevoll und barmherzig der Herr ist.
Gestern wurde ich mit Christus gekreuzigt, heute werde ich mit Ihm verherrlicht. Gestern wurde ich mit Ihm getötet, heute werde ich mit Ihm mit Leben beschenkt. Gestern wurde ich mit Ihm begraben, heute werde ich mit Ihm auferweckt.
Und der Erzengel Gabriel ist voller Begeisterung, unbändiger Freude. Er drückt die Freude, die seine Seele erfüllt, mit den inbrünstigen, trostreichen Worten aus: „Freue dich, Gesegnete! Der Herr ist mit dir.“
Es ist unvermeidlich, dass dir etwas aufgetragen wird, was dir nicht gefällt, was du nicht willst oder was lästig und verletzend für deinen Stolz ist. Aber um das alles widerstandslos, ohne Murren zu erfüllen, braucht es Geduld.
Der hl. Simeon der Neue Theologe sagt, dass Demut Gehorsam, Geduld, Anerkennung menschlicher Schwächen, Danksagung an Gott für Ruhm und Schande, Gesundheit und Krankheit, Reichtum und Armut umfasst.