„Großer Kanon“ des Andreas von Kreta, Dritter Abschnitt

1. März 2023

Metropolit Pawel liest den “Großen Kanon”

Metropolit Pawel liest den “Großen Kanon”

Dritter Abschnitt. Erste Ode

Zum Helfer, Beschützer ward mir zum Heile dieser mein Gott, drum will ich ihn preisen; der Gott meines Vaters, ihn will ich erheben. Denn herrlich ist er verherrlicht.

Von Jugend auf, Heiland, hab ich deine Satzung verachtet. Mein ganzes Leben hab ich in Leidenschaften, sorglos, leichten Sinnes vertan. Drum rufe ich, Heiland, zu dir: Auch wenn erst am Ende, Rettung mir sende.

Verstoßen, Heiland, liege ich vor deinen Toren. Auch wenn im Alter erst, verstoß mich in des Hades Leere nicht. Nein, vor dem Ende, Menschenfreund, verleih mir der Vergehen Vergebung.

Der Seele Reichtum hab ich durch ein liederlich Leben verzehrt und ich bin ausgeleert von frommer Tugend. Hungernd ich rufe: Vater der Huld, gnädig erbarme dich mein.

Unter die Räuber meiner Gedanken bin ich gefallen. Ganz bin ich jetzt von ihren Wunden bedeckt, ganz voller Striemen. Wohlan, tritt du zu mir her. Sei, Christus, Heiland, mein Arzt.

Ein Priester sah mich und ging vorüber an mir. Und der Levit, er sah mich im Elend und hat mich Nackten verachtet. Doch du, aus Maria Geborener, tritt zu mir her, sei Jesus, mein Arzt.

Gib du mir aus heiliger, himmlischer Sorge die lichtschimmernde Gnade, das Dunkel der Leidenschaften zu fliehen und freudig deines Lebens, Maria, frohe Dinge zu besingen im Lied.

O Dreiheit überwesentlich, verehrt in der Einheit, nimm fort von mir die Kettenlast der Sünde und gib in deiner Güte der Reue Tränen mir.

Gottesmutter, Hoffnung und Hilfe derer, die dich in Hymnen besingen, nimm fort von mir die Kettenlast der Sünden und, Herrin, heilige, nimm mich, den Reuigen, auf.

Dritter Abschnitt. Zweite Ode

Himmel, merk auf, und reden will ich und Christus in Hymnen besingen, der als Sohn der Jungfrau im Fleische gewohnt.

Hingeglitten bin ich maßlos wie David und mit Kote beschmutzt. Doch, Heiland, wasch auch mich mit meinen Tränen rein.

Nicht hab ich Tränen und nicht Reue, noch tiefe Pein. Auch dies du mir verleihe, da du Gott bist, Heiland mein.

Ich ließ mir nehmen die mir angeschaffne Schönheit, meine Würde. Und nun liege ich hier nackt und muß mich schämen.

Deine Tür schließ mir alsdann nicht zu, Herr, Herr, nein, öffne du sie mir, der sich zu dir bekehrt.

Vernimm die Seufzer meiner Seele, meiner Augen Zehren nimm sie auf, o Herr, und rette mich.

Menschenfreund, der du aller Rettung willst, ruf du mich zurück und nimm in deiner Güte du mich an, der sich zu dir bekehrt.

Preisen lasst uns mit dem Sohne den Vater und den Heiligen Geist, die Dreiheit gleicher Natur, gleicher Kraft.

Makellose, Gottesmutter und Jungfrau, allgefeiert in Hymnen allein, mit ausgespannten Armen flehe um unsere Rettung.

Dritter Abschnitt. Zweiter Teil der zweiten Ode

Schauet, schauet, Gott bin ich. Manna ließ ich regnen und in der Wüste aus dem Felsen einst das Wasser  quellen meinem Volk, mit meiner Rechten, meiner Kraft allein.

Schauet, schauet, Gott bin ich. Hör, meine Seele, auf den Ruf des Herrn und reiß dich los von deiner Sünde und fürchte ihn als Gott, der da entscheidet, richtet.

Wem wardst du ähnlich, Seele, reich an Sünden? Weh mir, dem Kain von einst und jenem Lamech wardst du gleich, durch Schlechtigkeiten hast du den Leib zu Tod gesteinigt, durch widersinnige Triebe hast du den Geist ermordet.

Alle, die vor dem Gesetze lebten, hast du, Seele, noch überholt. Nicht wardst dem Seth du gleich, nicht hast du Enos nachgeahmt, nicht Enoch, die sich doch bekehrten, auch Noe nicht. Nein, arm erschienest du am Leben der Gerechten.

Du hast allein geöffnet deines Gottes Zorneskatarakte, meine Seele, hast überflutet wie ein Land alles Fleisch, die Werke und das Leben. Und bliebst der Heilesarche fern.

In ganzer Bereitschaft liefest zu Christi Liebe du hin, abwendend dich vom früheren Wege der Sünde. Und in unwegsamen Wüsten genährt, hast du in Reinheit auch seine Gottesgebote erfüllt.

Anfanglose, unerschaffene Dreiheit, unteilbare Einheit, nimm den Reuigen auf, errette den Sünder. Ich bin dein Gebild, verachte mich nicht. Nein, schone meiner und bewahre mich vor der Glut der Verdammnis.

Reine Gebieterin, Gottesgebärerin, du Hoffnung derer, die laufen zu dir, du Hafen der von Stürmen Umbrausten: den Erbarmer, deinen Schöpfer und Sohn, stimm durch deine Bitten gnädig auch mir.

Dritter Abschnitt. Dritte Ode

Mach fest, o Herr, mein Herz, das schwankende, am Felsen deiner Satzung. Denn du allein bist heilig, du allein der Herr.

Sems Segen erlostest du nicht, Seele, du arme, kein weites Gebiet erhieltest du wie Japhet im Lande der Freiheit.

Verlass das Land Haran der Sünde, o Seele, und komm in das Land, das strömet von des ewigen Lebens Unvergänglichkeit, wie Abraham einst es erloste.

Von Abraham hast du gehört, meine Seele, der sein Vaterland einst verließ und ein Fremdling ward. Ahm nach seine Wahl.

Im Haine vom Mambre hat der Patriarch bewirtet die Engel. Und gegen sein Ende erhielt er den Lohn der Verheißung.

Von Isaak, meine Seele, du arme, hast du gehört, wie ein neues Opfer, ein mystisches Fruchtopfer er brachte dem Herrn. Ahm nach seine Wahl.

Von Ismael hast du gehört – meine Seele, sei nüchtern -, der verjagt ward als der Sklavin Kind. Schau, daß du durch Wollust nicht Ähnliches leidest.

Der Wellenschlag, die Wogenberge der Sünden schließen, Mutter, mich ein. Wohlan denn, errette mich jetzt und führe mich in der Reue heiligen Hafen.

Eine flehende Bitte trag, Selige, jetzt durch deine Fürbittgebete zur erbarmenden Gottesgebärerin und öffne mir den Zugang zu Gott.

Einfache Einheit, unerschaffene, anfanglose Natur, in der Personen Dreiheit in Hymnen besungen, errette uns, die gläubig ehren deine Macht.

Den Sohn, der vor Ewigkeit aus dem Vater gezeugt ward, hast du, Gottesgebärerin, in der Zeit ohne Hilfe des Mannes geboren. Ein neues Wunder. Jungfrau bliebst du und nährtest dein Kind.

Dritter Abschnitt. Vierte Ode

Kunde hatte der Prophet von deinem Kommen, Herr, und er geriet in Furcht, weil du kommen wolltest als einer Jungfrau Kind, dich Menschen zeigen wolltest. Gesagt hat er: Vernommen hab ich deine Kunde und geriet in Furcht. Preis sei deiner Macht.

Mein ganzer Körper ist befleckt, geschändet ist mein Geist, und ganz ward ich verwundet. Wohlan, als Arzt, o Christus, heile beides mir durch Reue, von Schmutz sie mache frei, wasch ab sie, mach sie rein. Wie Schnee, mein Heiland, mach sie rein.

Deinen Leib, dein Blut gabst du am Kreuze, Wort, für alle hin. Den Leib, um neu mich zu gestalten, das Blut, mich rein zu waschen. Den Geist botest du uns dar, mich, Christus, deinem Vater vorzustellen.

In der Erde Mitte wirktest du das Heil, Erbarmer, daß wir gerettet werden. Freiwillig lässest du am Kreuze dich erhöhn. Eden, das verschlossen, ward geöffnet. Der Himmel und die Unterwelt, die Schöpfung, alle Völker werfen nieder sich vor dir, weil sie erlöset sind.

Das Blut aus deiner Seite werde mir zum Bade und zugleich zum Tranke, der hervorquillt der Vergebung Wasser, damit so doppelt ich gereinigt werde, wenn ich bei meiner Salbung als Salbung trinke und als Trank dein Wort, o Wort, das Leben bringt.

Einen Krug erwarb die Kirche sich in deiner Seite, die da Leben bringt, aus der ein zwiefach Born hervorquillt, der Verzeihung und der Erkenntnis, unser Heiland, als des Alten und des Neuen Bundes, als beider Testamente Bild.

Beraubt bin ich des Brautgemachs, beraubt bin ich der Hochzeit und zugleich der Tafel. Erloschen ist das Licht, da ohne Öl. Während ich schlief, ward mir das Gemach verschlossen und das Mahl verzehrt. Ich aber ward hinausgestoßen, an Händen und an Füßen festgebunden.

Als unteilbar im Wesen, als unvermischbar in den Personen bekenne ich dich, die dreifaltige, einzige Gottheit, in gleicher Macht, auf gleichem Thron. Ich singe dir den großen Gesang, der in den Höhen dreifaltig als Hymne erklingt.

Du bist Mutter und Jungfrau und bleibst in beidem wirkliche Jungfrau. Das Kind schafft neu die Gesetze der Natur. Der Schoß gebiert ohne Zeugung. Wenn Gott es will, steht still die Ordnung der Natur. Denn er wirket, was er will.

Dritter Abschnitt. Fünfte Ode

Der aus der Nacht zu dir frühmorgens, Menschenfreund, erwacht, erleuchte ihn, ich bitte, und führ auch mich auf deiner Satzung Wegen und lehr mich, Heiland, deinen Willen tun.

Harten Sinns wie Pharao in seinem Zorne bin ich, Herr, geworden. Jannes und Jambres gleich an Leib und Seele hart. Und in der Tiefe liegt mein Geist. Wohlan, sei du mir Helfer.

Dem Staube hat – o weh mir Armem – vermählet sich mein Geist. Wasch rein mich, Herr, in meiner Tränen Bad, ich bitte dich. Mein Kleid von Fleisch mach weiß wie Schnee.

Wenn ich nach meinen Werken forsche, Heiland, seh ich, daß ich jeden Menschen in den Sünden übertraf, weil ich in Herzenskenntnis sündigte, nicht ohne Wissen.

Schone, schone, Herr, deines Gebildes. Ich habe gesündigt, verzeih mir. Du allein bist rein von Natur, und außer dir ist keiner von Schmutze rein.

Um meinetwillen, wo du doch Gott bist, nahmst du meine Gestalt. Wunder hast du gewirkt, Aussätzige machtest du rein, Lahme hast du geheilt, hemmtest beim blutflüssigen Weibe, o Heiland, den Fluß durch Berührung des Saums.

Als du den Jordanfluss durchschritten, hast du Ruhe gefunden, entronnen des Fleisches leidvoller Lust. Von ihr befreie auch uns durch dein Flehen zu Gott.

Dich, Dreiheit, preisen wir, den einen Gott. Heilig, heilig, heilig bist du, Vater, Sohn und Geist, einfache Wesenheit, als Einheit stets verehrt.

Mit meinem Staubgewand, das er nahm aus dir, hat, Unversehrte, Reine, o Mutter und Jungfrau, Gott sich bekleidet, er, der erschuf die Äonen und mit sich vereinte der Menschen Natur.

Dritter Abschnitt. Sechste Ode

Mit meinem ganzen Herzen schrie zu Gott ich, dem Erbarmer. Und aus der tiefsten Tiefe hat er mich gehört, aus der Verderbnis mein Leben mir erhöht.

Wie Jesus tritt dem Amalek entgegen, des Fleisches Leidenschaften, führe Krieg mit ihnen, auch mit den Gabaoniten, den Truggedanken, und immer sie besieg.

Durchfahre die zerrinnende Natur der Zeit wie einst die Arche. Und jenes Land der Verheißung nimm in Besitz, o Seele, wie Gott es befiehlt.

Wie den Jonas du errettet, da er rief, so rette gnädig, Heiland, mich. Befrei mich von dem Tiere, streck mir entgegen deine Hand und führ heraus mich aus der Sünde Grund.

Der Ruhe Hafen erkenne ich in dir, Herrscher, Herrscher, Christus. Wohlan denn, aus der Sünde, der Verzweiflung tiefen Gründen errette gnädig mich.

Eine einfache Dreiheit bin ich, ungeteilt, in den Personen geschieden. Und eine Einheit bin ich, im Wesen geeint: der Vater, so heißt es der Sohn und der göttliche Geist.

Dein Schoß hat Gott uns geboren in unserer Gestalt. Wohlan, den Schöpfer aller fleh an, Gottesmutter, daß durch deine Bitten wir Rechtfertigung finden.

Kondakion

Meine Seele, meine Seele, steh auf. Warum schläfst du? Es nahet das Ende. Dann wirst du wehklagen. Sei also nüchtern, daß deiner schone Christus, der Gott, der an allen Orten zugegen, der alles erfüllt.

Dritter Abschnitt. Siebente Ode

Wir haben gesündigt, gesetzlos gehandelt, Unrecht verübt vor deinem Angesicht. Nicht haben wir beachtet, nicht erfüllt deine Gebote. Wohlan, verwirf uns nicht am Ende, Gott der Väter.

Aufgehäuft hast du freiwillig des Manasse Schulden, die Leidenschaften wie Greuel aufgerichtet, vermehrt hast, Seele, du den Zorn. Wohlan denn, heiß ahm seine Reue nach, erwirb Zerknirschung dir.

Den Ahab hast du nachgeahmt in seinen Gräueltaten, meine Seele. Weh mir, zur Herberg fleischlicher Befleckungen bist du geworden und zu der Leidenschaften schändlichem Gefäße. Wohlan, aus deiner Tiefe seufze, sag Gott deine Sünden.

Verschlossen wurde, Seele, dir der Himmel, und der Hunger nach Gott hat dich erfaßt, als du wie Achab einst Elias, des Thesbiters, Worten nicht gehorchtest. Wohlan, der Witwe aus Sarepta werde gleich. Ernähr die Seele des Propheten.

Verbrannt hat einst Elias hundert Mannen der Jezabel, als die Überbringer der Schande er vernichtete zum Gericht über Ahab. Wohlan denn, flieh es, nachzuahmen, o Seele, die zwei und sei stark.

Als einfache Einheit, ungeteilt und gleicher Wesenheit, als Heilige Dreiheit, als Lichter und Licht, als Heilige Drei und Heiliges Eine wird Gott, die Dreiheit, gepriesen in Hymnen. Wohlan denn, besinge in Hymnen, preise das Leben, die Fülle des Lebens, o Seele, ihn, der da ist aller Gott.

Dich besingen in Hymnen wir, dich rühmen, dich verehren wir, Gottes Mutter, die du aus der unzertrennlichen Dreiheit den Einen geboren, der dein Sohn ist, der Gott ist. Du hast uns Erdbewohnern aufgeschlossen die Himmel.

Dritter Abschnitt. Achte Ode

Den die Heere der Himmel rühmend erheben, vor dem die Cherubim und die Seraphim beben, jeglicher Geist, jegliche Schöpfung, preist, rühmt und erhebet ihn in alle Äonen.

Gerechter Richter, Heiland, erbarm dich. Bewahre mich vor der Glut und der Strafe, die ich alsdann mit Recht verdienen werde im Gericht. Verzeihe mir vor dem Ende ob meiner Tugend und Reue.

Wie der Räuber ruf ich: Gedenke. Wie Petrus wein ich bitterlich. Verzeih mir, o Heiland. Wie der Zöllner, so ruf ich. Vergieße Tränen wie die Buhlerin. Nimm auf meine Klage, wie einst die der Kanaanäerin.

Meiner armen Seele Fäulnis, Heiland, heile sie, du einziger Arzt. Lindernden Balsam leg mir darauf, gieß Öl hinein und Wein. Werke der Reue, Zerknirschung, mit Tränen vereint.

Die Kanaanäerin nachahmend, rufe auch ich zu Davids Sohn: Hab Mitleid mit mir. Wie das blutflüssige Weib berühr ich den Saum und weine, wie Martha und Maria über Lazarus weinten.

Anfangloser Vater, gleichanfangloser Sohn, guter Tröster, gerechter Geist, des Gottesworts Zeuger, des anfanglosen Vaters Wort, belebender, aufbauender Geist, Dreieinheit, erbarme dich mein.

Wie aus Fäden, in Meerpurpur getaucht, o Reine, ward das geistige Purpurgewand, des Emanuel Fleisch drinnen in deinem Schoße gewebt. Drum verehren wir dich als Gottesmutter in Wahrheit.

Dritter Abschnitt. Neunte Ode

Unerforschbar ist die Geburt nach jungfräulicher Empfängnis, jungfräulich die Mutterschaft der Frau, die keinen Mann gekannt. Denn Gottes Geburt macht neu die Geschöpfe. Drum preisen wir, alle Geschlechter, in rechtem Glauben dich als unseres Gottes jungfräuliche Mutter.

Die Krankheiten heilend, trug die Frohbotschaft fort zu den Armen Christus, das Wort. Lahme hat er geheilt, mit Zöllnern das Mahl geteilt und mit Sündern verkehrt. Die Seele der Jairustocher, die schon entrückt, rief er zurück durch Berührung der Hand.

Gerettet wurde der Zöllner, und die Buhlerin hat sich für immer zur Tugend gewandt, und der stolze Pharisäer wurde verdammt. Vergib mir, sagte der eine, erbarm dich meiner, die andre. Doch dieser rief prahlend: O Gott, ich danke dir, und sagte noch weitere Worte der Torheit.

Zachäus war Zöllner, und dennoch ward er gerettet, und der Pharisäer Simon wurde zuschanden, und die Buhlerin empfing das erlösende Wort der Verzeihung von dem, der zur Sündenvergebung besitzet die Macht. Sie nachzuahmen, sei, Seele, bedacht.

Die Buhlerin, meine Seele, du arme, hast du nicht nachgeahmt, die da nahm das Alabastergefäß mit duftender Narde und mit Tränen salbte die Füße des Herrn. Weggewischt hat sie mit den Haaren die Handschrift der alten Vergehen, während die Tränen ihr rannen.

Bekannt sind dir, meine Seele, die Städte, denen Christus die Frohbotschaft schenkte, wie sie wurden verflucht. Fürchte das Vorbild, damit du nicht werdest wie jene. Denn denen zu Sodom hat gleichgestellt sie der Herr und sie schließlich zur Hölle verdammt.

Meine Seele, durch Zagen zeig dich nicht kleiner als das kanaanäische Weib im Hören des Glaubens. Um ihretwillen wurde ihrem Töchterlein durch Gottes Wort Heilung zuteil. Sohn Davids, rette auch mich, so rufe wie jene aus der Tiefe des Herzens zu Christus hinauf.

Preisen lasst uns den Vater, erheben den Sohn, treu laßt uns verehren den Heiligen Geist, die unzertrennliche Dreiheit, die Einheit im Wesen, das Licht und die Lichter, das Leben und die Fülle des Lebens, die Leben spendet und Licht den Enden der Welt.

Deine Stadt bewache, Gebärerin Gottes, Allreine. Denn in dir ist gläubig sie Königin, in dir ist sie stark. Und durch dich siegend, wendet sie ab jegliche Prüfung, vernichtet sie die Feinde und lenkt die Untertanen.

Ikone des Hl. Andreas von Kreta

Ikone des Hl. Andreas von Kreta

Troparion des Heiligen

Andreas, verehrungswürdiger, dreimal glückseliger Vater, Kretas Hirte, unaufhörlich bitte für die, die dich in Hymnen besingen, daß bewahrt wir bleiben vor allem Zorne, vor Bedrängnis, Verderben, vor Feinden und Fehlern, die wir stets dein Gedächtnis ehrend begehn.

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