Klostermaus Lisa erzählt (Teil 35)

12. Februar 2022

Das Fest der Begegnung unserer Herrn, Gottes und Erlösers mit Simeon und Anna

Festlich geschmückte Ikone zum Fest

Festlich geschmückte Ikone zum Fest

Am 15. (2.) Februar feiern wir ein besonderes Fest, das den Weihnachtskreis beschließt. Diese Fest stammt aus Jerusalem, wo es bereits im 4. Jahrhundert gefeiert wurde, wie wir es aus dem Pilgerbericht der Egeria erfahren.

Die Diakone vor den Königlichen Türen

Die Diakone vor den Königlichen Türen

Von Jerusalem aus breitete sich das Fest in der ganzen Kirche aus. Bis in unsere Tage hinein bewahrte man die feierliche Prozession und die Segnung der Kerzen, die man ebenfalls seit dem 4. Jahrhundert aus Jerusalem kennt.

Die Segnung der Kerzen

Die Segnung der Kerzen

40 Tage nach der Geburt ihres “erstgeborenen” Kindes bringt es seine Mutter, die allerheiligste Gottesgebärerin, wie es das Gesetz vorsah, in den Tempel. Sie brachte den Neugeborenen dem Herrn dar und kaufte ihn durch das Opfer zweier Turteltauben oder zweier junger Tauben los.

Segnung der Anwesenden und ihrer Kerzen mit Weihwasser

Segnung der Anwesenden und ihrer Kerzen mit Weihwasser

Das Wort Gottes erniedrigt sich, weil es wirklich Mensch ist und weil es sich den Gesetzen des Menschseins vollkommen unterwirft. “Der Du das Siegel Dessen getreulich wieder gibst, der Dich vor allen Zeiten gezeugt hat, Du hast Dich aus Mitleid mit der Schwäche der Sterblichen bekleidet” (Sechste Ode).

Verehrung der Festtagsikone durch die Kleriker

Verehrung der Festtagsikone durch die Kleriker

Aber diese Erniedrigung ist auch die erste öffentliche Begegnung Jesu mit Seinem Volk in der Person des Simeon. Darum heißt das Fest auch Begegnung (griech. “Hypapante” oder russ. “sretenije”).

Für die Weihe von Weizen, Wein und Öl zur Litia

Für die Weihe von Weizen, Wein und Öl zur Litia

Nun entlässt Du Deinen Knecht in Frieden, Gebieter, nach Deinem Wort. Denn meine Augen haben Dein Heil geschaut, das Du bereitet hast vor allen Völkern. Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und Ruhm Deines Volkes Israel.

Die Glöubigen begegnen Christus in den Heiligen Gaben

Die Glöubigen begegnen Christus in den Heiligen Gaben

Es ist Begegnung, aber gleichzeitig auch Kundmachung. Die Jungfrau begleitet heute ihr Kind bei seiner ersten Darbringung an den Vater, aber sie wird es auch bis zur Verwirklichung Seines Opfers für die Menschheit begleiten.

Verehrung der Festtagsikone durch die Gläubigen

Verehrung der Festtagsikone durch die Gläubigen

Die Hymnenschreiber haben nicht genügend schöne Ausdrücke um die Rolle der Jungfrau zu loben, die sich so dem Werk ihres Sohnes anschließt.

Die festlich geschmückte Kirche am Festtag

Die festlich geschmückte Kirche am Festtag

Sie ist die Pforte des Himmels, gewiß, denn sie läßt Den unter uns treten, dem wir nicht zu nahen wagen und der uns befreit.

Allheilige Gottesgebärerin, errette uns!

Allheilige Gottesgebärerin, errette uns!

Gedächtnis der Gottesmutter (3. Ton)

Mutter Gottes, Hoffnung aller Christen, schütze, behüte und bewahre alle, die auf dich hoffen.

Im Gesetz entdecken wir, Gläubige, im Dunkel der Buchstaben ein Bild: Jede männliche Erstgeburt ist Gott geweiht. Darum verherrlichen wir das erstgeborene Wort, den Sohn des ewigen Vaters, den Erstgeborenen der Jungfrau Maria.

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